top of page

Solarmodule für Photovoltaikanlagen: Die beste Wahl für maximale Effizienz

  • Autorenbild: Lauin
    Lauin
  • 10. März
  • 5 Min. Lesezeit

Bei der Planung einer Photovoltaikanlage ist die Auswahl der richtigen Solarmodule ein entscheidender Schritt. Die Wahl des Modultyps beeinflusst nicht nur die Effizienz und den Ertrag Ihrer Anlage, sondern auch die Gesamtkosten und die Rentabilität. Auf dem Markt gibt es verschiedene Arten von Solarmodulen, darunter monokristalline, polykristalline, Dünnschichtmodule und Module mit innovativen Technologien wie der Half-Cut-Technologie, Glas-Glas-Aufbau und bifazialen Solarmodulen. Jeder Typ hat spezifische Vor- und Nachteile, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollten. In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die gängigsten Solarmodule für Photovoltaikanlagen und helfen Ihnen, die beste Wahl für Ihre Bedürfnisse zu treffen.



1. Monokristalline Solarmodule: Hohe Effizienz und Langlebigkeit


Monokristalline Solarmodule gelten als die effizienteste und langlebigste Option auf dem Markt. Sie bestehen aus hochreinen Siliziumkristallen, die aus einem einzigen Kristallblock gezüchtet werden. Erkennbar sind sie an ihrer einheitlich schwarzen Farbe und den abgerundeten Ecken.


Vorteile:


  • Hoher Wirkungsgrad: Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 22 % erzeugen monokristalline Module mehr Strom pro Fläche als andere Modultypen. Das macht sie ideal für Anlagen mit begrenztem Platzangebot.

  • Langlebigkeit: Dank ihrer hochwertigen Materialien und robusten Konstruktion haben diese Module eine lange Lebensdauer von oft über 25 Jahren und einen geringen Leistungsabfall.

  • Ästhetik: Die einheitlich schwarze Optik wird von vielen Hausbesitzern als ansprechend empfunden.


Nachteile:


  • Kosten: Monokristalline Solarmodule sind in der Anschaffung teurer als polykristalline oder Dünnschichtmodule, was die Investitionskosten erhöht.

  • Temperaturempfindlichkeit: Bei sehr hohen Temperaturen kann der Wirkungsgrad leicht sinken, obwohl sie im Vergleich zu anderen Modulen immer noch sehr effizient sind.



2. Polykristalline Solarmodule: Kostengünstige Alternative

Polykristalline Solarmodule werden aus Siliziumblöcken hergestellt, die aus vielen kleinen Kristallen bestehen. Sie sind an ihrer blauen Farbe und der rechteckigen Form zu erkennen. Mit einem Wirkungsgrad von 15–20 % sind sie eine beliebte und kostengünstigere Alternative zu monokristallinen Modulen.


Vorteile:


  • Kosteneffizienz: Polykristalline Module sind in der Regel günstiger in der Anschaffung, was sie zu einer attraktiven Option für Hausbesitzer mit begrenztem Budget macht.

  • Gute Leistung bei hohen Temperaturen: Im Vergleich zu monokristallinen Modulen behalten sie ihre Leistung auch bei hohen Temperaturen relativ stabil bei.

  • Umweltfreundliche Herstellung: Der Herstellungsprozess verbraucht weniger Energie und produziert weniger Abfall als bei monokristallinen Modulen.


Nachteile:


  • Geringerer Wirkungsgrad: Polykristalline Module haben einen etwas niedrigeren Wirkungsgrad, was bedeutet, dass sie mehr Fläche benötigen, um die gleiche Menge an Strom zu erzeugen.

  • Optik: Die bläuliche Farbe und die sichtbaren Kristallstrukturen werden von manchen als weniger ansprechend empfunden.



3. Dünnschicht-Solarmodule: Flexibel und leicht

Dünnschicht-Solarmodule bestehen aus einer dünnen Schicht Halbleitermaterial, das auf eine Trägersubstanz wie Glas oder Metall aufgebracht wird. Sie sind leicht, flexibel und haben einen Wirkungsgrad von 6–10 %. Obwohl sie weniger effizient sind, bieten sie einige einzigartige Vorteile.


Vorteile:


  • Flexibilität: Dünnschichtmodule sind leicht und flexibel, was sie ideal für Anwendungen auf gebogenen Oberflächen oder für tragbare Solaranlagen macht.

  • Gute Leistung bei diffusem Licht: Sie erzielen eine bessere Leistung bei bewölktem Wetter oder in schattigen Umgebungen, da sie diffuses Licht besser nutzen können.

  • Geringere Herstellungskosten: Die Produktion von Dünnschichtmodulen ist weniger energieintensiv und oft kostengünstiger.


Nachteile:


  • Geringerer Wirkungsgrad: Dünnschichtmodule benötigen mehr Fläche, um die gleiche Menge an Strom zu erzeugen wie kristalline Module.

  • Kürzere Lebensdauer: Sie haben in der Regel eine kürzere Lebensdauer und einen höheren Leistungsabfall über die Zeit.

  • Weniger verbreitet: Aufgrund ihrer geringeren Effizienz sind sie für die meisten Photovoltaikanlagen weniger geeignet.



4. Half-Cut-Technologie: Mehr Effizienz und Zuverlässigkeit

Die Half-Cut-Technologie ist eine innovative Weiterentwicklung bei Solarmodulen. Dabei werden die Solarzellen halbiert, wodurch sich die Anzahl der Zellen pro Modul verdoppelt. Diese Technologie wird häufig bei monokristallinen Modulen eingesetzt und bietet mehrere Vorteile.


Vorteile:


  • Höhere Effizienz: Durch die Halbierung der Zellen wird der elektrische Widerstand reduziert, was zu einem höheren Wirkungsgrad führt.

  • Bessere Leistung bei Teilverschattung: Wenn ein Teil des Moduls verschattet ist, kann der andere Teil weiterhin Strom erzeugen, da die Zellen in separaten Stromkreisen arbeiten.

  • Geringere Wärmeverluste: Die kleineren Zellen erzeugen weniger Wärme, was den Wirkungsgrad bei hohen Temperaturen verbessert.

  • Längere Lebensdauer: Die geringere Belastung der Zellen führt zu einer längeren Lebensdauer und einem geringeren Leistungsabfall.


Nachteile:

  • Kosten: Module mit Half-Cut-Technologie sind in der Regel etwas teurer als herkömmliche Module.

  • Komplexität: Die Herstellung ist aufwendiger, was sich in höheren Produktionskosten niederschlagen kann.



5. Glas-Glas-Module: Maximale Haltbarkeit und Leistung

Glas-Glas-Module sind eine spezielle Bauform, bei der die Solarzellen zwischen zwei Glasschichten eingebettet sind. Diese Konstruktion bietet mehrere Vorteile, insbesondere in Bezug auf Haltbarkeit und Leistung.


Vorteile:


  • Höhere Haltbarkeit: Die doppelte Glasschicht schützt die Solarzellen besser vor mechanischen Schäden, Feuchtigkeit und Umwelteinflüssen.

  • Längere Lebensdauer: Glas-Glas-Module haben eine längere Lebensdauer und einen geringeren Leistungsabfall über die Zeit.

  • Bessere Leistung bei diffuser Lichteinstrahlung: Die transparente Rückseite ermöglicht eine bessere Nutzung von diffusem Licht.

  • Umweltfreundlichkeit: Glas-Glas-Module sind oft recyclingfreundlicher als herkömmliche Module.


Nachteile:


  • Gewicht: Durch die doppelte Glasschicht sind diese Module schwerer, was die Installation erschweren kann.

  • Kosten: Glas-Glas-Module sind in der Regel teurer als herkömmliche Glas-Folien-Module.


Glas-Folie Solarmodul und Glas Glas Solarmodul im Vergleich
a) PV Modul mit Rückseitenfolie b) PV Modul mit Glas Glas Aufbau Quelle: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE



6. Bifaziale Solarmodule: Stromerzeugung auf beiden Seiten


Bifaziale Solarmodule sind eine innovative Technologie, die es ermöglicht, Strom sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite der Module zu erzeugen. Diese Module nutzen reflektiertes Licht von der Umgebung, um zusätzlichen Strom zu produzieren.

Vorteile:


  • Höhere Energieausbeute: Bifaziale Module können bis zu 30 % mehr Strom erzeugen als herkömmliche Module, insbesondere bei reflektierenden Oberflächen wie Schnee oder hellem Boden.

  • Flexibilität: Sie eignen sich besonders gut für Freiflächenanlagen und vertikale Installationen.

  • Längere Lebensdauer: Ähnlich wie Glas-Glas-Module bieten bifaziale Module eine hohe Haltbarkeit und einen geringen Leistungsabfall.


Nachteile:


  • Kosten: Bifaziale Module sind in der Regel teurer als herkömmliche Module.

  • Installationsanforderungen: Um das volle Potenzial zu nutzen, müssen sie in einem bestimmten Abstand zum Boden oder zur reflektierenden Oberfläche installiert werden.



7. Welche Solarmodule eignen sich für Ihre Photovoltaikanlage?


Die Wahl des richtigen Solarmoduls hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Platzangebot: Bei begrenztem Platz sind monokristalline Module oder Module mit Half-Cut-Technologie die beste Wahl, da sie den höchsten Wirkungsgrad bieten.

  • Budget: Wenn die Kosten im Vordergrund stehen, sind polykristalline Module eine gute Alternative.

  • Flexibilität: Für spezielle Anwendungen wie gebogene Oberflächen oder tragbare Lösungen sind Dünnschichtmodule ideal.

  • Innovation: Module mit Half-Cut-Technologie, Glas-Glas-Aufbau oder bifaziale Module bieten zusätzliche Vorteile wie höhere Effizienz, längere Lebensdauer und bessere Leistung bei diffuser Lichteinstrahlung.



8. Fazit: Die beste Wahl für Ihre Photovoltaikanlage


Die Auswahl der richtigen Solarmodule für Ihre Photovoltaikanlage ist entscheidend für den Erfolg Ihres Projekts. Monokristalline Module bieten hohe Effizienz und Langlebigkeit, sind jedoch teurer. Polykristalline Module sind kostengünstiger, haben aber einen etwas niedrigeren Wirkungsgrad. Dünnschichtmodule sind flexibel und gut für diffuse Lichtverhältnisse geeignet, jedoch weniger effizient. Module mit Half-Cut-Technologie, Glas-Glas-Aufbau oder bifaziale Module bieten zusätzliche Vorteile wie höhere Effizienz, längere Lebensdauer und bessere Leistung bei diffuser Lichteinstrahlung.


Letztendlich hängt die beste Wahl von Ihren individuellen Bedürfnissen, Ihrem Budget und den Gegebenheiten vor Ort ab. Lassen Sie sich von einem Fachbetrieb beraten, um die optimale Lösung für Ihre Photovoltaikanlage zu finden. Mit den richtigen Solarmodulen können Sie nicht nur Ihre Energiekosten senken, sondern auch einen Beitrag zur Energiewende leisten.



Monokristallines, bifaziales Solarmodul für Solaranlage
Monokristallines, bifaziales Solarmodul mit 450W Leistung vom Hersteller JA Solar. Zum Datenblatt



 
 
 

Kommentare


Häuser mit Solarmodulen

KONTAKT

Fragen?

Hauptsitz

Holen Sie sich ein unverbindliches und kostenloses Angebot ein! Gerne beraten wir sie auch in Fragen zum Thema Solarmodule, Energiespeicher und deren Installation, natürlich auch kostenfrei. 

Govoltek UG

Kurt-Eisner-Str. 40
04275 Leipzig

info@govoltek.de

0341 24874487

GOVOLTEK LOGO
  • Facebook
  • Instagram
bottom of page